Herzlich Willkommen!

Der Verein Lehrerinnen und Lehrer Deutschfreiburg setzt sich für die beruflichen und gewerkschaflichen Anliegen seiner Mitglieder ein, weil der Lehrberuf ein wunderbarer und wichtiger Beruf ist.

AKTUELL | 24. November 2018 | Jacqueline Häfliger

Grosser Lehrpersonenmangel steht bevor!

Wir stehen im Kanton Freiburg vor einem grossen Lehrpersonenmangel. Dringend werden Lehrer und Lehrerinnen gesucht. Mit der bevorstehenden Sanierung der Pensionskasse werden bis zu 600 Lehrpersonen weggehen. 10-15% der Junglehrpersonen steigen nach dem ersten Berufsjahr aus, die Ausbildungsplätze bleiben beschränkt. Steht das gute Freiburger Bildungssystem auf der Kippe?

Es braucht dringen Massnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs in Freiburg. Ein hohes Berufsethos, grosse Wertschätzung und gute Arbeitsbedingungen sind anziehend. Wo muss dringend angesetzt werden?

Der Staatsrat setzt auf Innovation, wirtschaftliche Entwicklung und auf die Revolution 4.0. Leider drückt er aber zum Investitionsausgleich auf die Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen: keine oder ungenügende Unterstützung bei komplexen Aufgaben im Bereich Integration und Migration, dem Auftrag nicht entsprechende Klassengrössen, immer mehr Aufgaben ohne entsprechende Entlastungen. Effizienz und Qualität will er mit einem TOP-DOWN fördern. Das führt zunehmende zu Spannungen bei allen. Lehrpersonen brennen frühzeitig aus oder sie steigen vorzeitig ganz aus, Männer steigen schon gar nicht ein, Frauen steigen ein, um eine für sie tragbare Familien-Beruf-Lösung zu haben.
Im Endergebnis aber fehlen unseren Schülerinnen und Schülern die Lehrpersonen aber auch die männlichen Vorbilder auf ihrem Bildungsweg. Die Anpassung nach unten steht im Raum, die Vorgesetzten haben eine überdurchschnittliche Herausforderung im Organisations- und Rekrutierungsbereich und die Eltern suchen zunehmend andere Schulungsformen.

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AKTUELL | 24. November 2018 | Jacqueline Häfliger

Pensionskasse: Grosse Leistungseinbussen

Die Sanierung der Pensionskasse wird grosse Leistungseinbussen bringen. Drückt sich der Arbeitgeber Staat vor seiner Verantwortung? Wird ein Wechsel von Leistungs- auf Beitragsprimat viele Verlierende bei den Schlechtverdienenden und den Teilzeitarbeitenden bringen?

Gründe für einen Sanierungsbedarf gibt es. Durch die Anpassung des technischen Zinssatzes, die Überalterung der Gesellschaft und die tieferen Renditen der Anlagen fehlen der Pensionskasse der Staatsangestellten die Mittel, um die Renten zu sichern. Der Deckungsgrad ist unter 80% gefallen. Für einen Beibehalt der bisherigen Rentenansprüche braucht es weit über eine Milliarde Franken. Ohne eigene Sanierungsmassnahmen schreitet die Aufsichtskommission ein.
Der Wechsel vom Leistungs- auf eine Beitragsprimat und die Senkung der Leistungen d.h. der Renten sollen die Ausgabenseite entlasten. Wird ein Beitragsprimat eingeführt, trifft dies vor allem Personen mit unterbrochenem oder reduziertem Arbeitsleben aber auch solche, die Zeiten mit tiefen Löhnen hatten.  Teilzeitarbeit wegen Familienpflichten z.B. verringert den Rentenanspruch enorm.
Lehrpersonen müssen im Januar entscheiden, wenn sie auf das neue Schuljahr in Rente gehen wollen. Das wird 2019 anstehen, wenn die Umsetzung 2020 geschehen soll. Freiburg könnte damit auf August 2019 über 600 Lehrpersonen verlieren. Der LDF verlangt dringend eine Verschiebung und Massnahmen, um diese sehr prekäre Situation abfedern zu können.

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AKTUELL | 25. November 2018

Dieser Entscheid enttäucht einfach nur…

Der Bundesgerichtentscheid 8C_162/2018 hat den Entscheid des Kantonsgerichts 601 2017 66 nicht aufgehoben. Damit bleibt die nicht nachvollziehbare Situation für die Lehrpersonen bestehen, dass sie

  • effektiv keinen Ferienaufschub bei Mutterschaftsurlaub, Krankheit, Unfall, Militär- oder Zivildienst erhalten, wie er allen anderen Angestellten zusteht, denn
  • der auf diese Art gewährte Ferienaufschub auf die unterrichtsfreie Zeit nimmt ihnen die Zeit für Vorbereitungen, Korrekturen, Ausgleich der Überzeiten während der Schulwochen u.a.
  • die sich widersprechenden Artikel im Reglement für Lehrpersonen (Art.20, 37 RLP) und auch jenem für Staatsangestellte (Art. Art. 43 StPR) nicht behoben werden
  • damit den Lehrpersonen das Anrecht auf Feiertage und dienstfreie Tage weiterhin abgesprochen wird
  • die wichtige Frage, was unterrichtsfreie Zeit ist, nicht beantwortet worden ist,
  • damit Lehrpersonen immer noch mit 14 Wochen Ferien angesehen werden, obwohl dies bereits durch das Reglement RLP ausgeschlossen ist und Arbeitszeitstudien dies verneinen.

Ein solches Urteil lässt sich nur mit dem Schutz der finanziellen Interessen des Staates begründen. Den Lehrpersonen und ihrem Einsatz für die Schülerinnen und Schüler wird es nicht gerecht.

Wichtige LDF-Termine

Nächstes RG-Treffen
Dienstag, 11. Dezember 2018
17.00 Uhr in Courtepin
Informationstreffen zum Thema Pensionskasse
Ort und Datum noch nicht bekannt!

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«Ich bin stolz Lehrperson zu sein. Deshalb bin ich Mitglied im Berufsverband.» Hugo Raemy, OS-Lehrer

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Wir brauchen dringend engagierte Leute für den Vorstand! Die Bereiche Kindergarten, Technisches/Textiles/ Bildnerisches Gestalten und Hauswirtschaft sind nicht vertreten. Auch in den anderen Bereichen wären wir sehr froh für weitere Unterstützung!
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es gäbe keinen LDF …

Es ist eine wichtige Errungenschaft der Arbeitnehmenden, dass sie in Berufsverbänden und Gewerkschaften organisiert bei der Gestaltung der Arbeitswelt mitreden können. Das gilt auch für Lehrpersonen. Der LDF vertritt sie gegenüber dem Staatsrat als ihr oberster Arbeitgeber. Er setzt sich für annehmbare Arbeitsbedingungen ein, bestimmt als Berufsverband Entwicklungsrichtungen mit und vernetzt die Lehrpersonen mit dem Schweizerischen Lehrerinnen und Lehrer Dachverband LCH, dem Freiburgischen Dachverband der Staatsangestellten FEDE und jenem der Freiburger Lehrpersonen DLF/FAFE.
Ein starker LDF bewegt, setzt Grenzen, fördert Qualität.

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